Projektreferenz: Projektmanagement für die Curriculumsreform im Departement LSFM der ZHAW
Das Departement Life Sciences und Facility Management der ZHAW vereint sieben Bachelorstudiengänge, von Biotechnologie über Chemie bis Facility Management, unter einem Dach. Diese Vielfalt ist ein grosses Kapital des Departements, bringt aber auch Herausforderungen mit sich: wenig Synergien zwischen den Studiengängen und eine hohe organisatorische und administrative Komplexität.
Sieben Studiengänge, sieben verschiedene Welten
Jeder Studiengang hat seine eigene Curriculumsstruktur, eigene Prozesse und Regeln. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen grundlegend: Studierende erwarten flexible Studienmodelle, der Arbeitsmarkt verlangt neue Kompetenzen wie KI und Future Skills und der Kostendruck steigt. Die dynamischen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in unserem Umfeld stellen Hochschulen vor die Herausforderung, sich kontinuierlich und flexibel an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Das Departement entschied sich deshalb für einen Paradigmenwechsel: Ein einheitliches Studienmodell für alle sieben Bachelorstudiengänge, das Synergien nutzbar macht, die Komplexität reduziert und die Attraktivität des Studienangebots stärkt. Ein Vorhaben von erheblicher Tragweite, das weit über eine einfache Curriculumsanpassung hinausgeht.
Professionelle Projektsteuerung für ein Vorhaben dieser Tragweite
Um eine Reform dieser Grössenordnung strukturiert voranzutreiben, holte das Departement Berinfor an Bord. Gemeinsam mit einer internen Projektleiterin übernahm Berinfor die Gesamtprojektleitung und etablierte den professionellen Rahmen, den das Vorhaben erforderte. Es wurden eine klare Projektorganisation mit definierten Arbeitspaketen, Auftragscanvas für alle Teilprojekte, Meilensteine und eine verbindliche Zeitschiene erarbeitet und zudem die Leitung einer Arbeitsgruppe zur zukünftigen Governance übernommen.
Das Vorgehen war bewusst agil und iterativ. Während die Planung laufend konkretisiert wurde, behielt das Projektleitungstandem zusammen mit einem Projektleitungsteam das grosse Ganze im Blick: die Koordination zwischen den Arbeitspaketen, die Abhängigkeiten und die Entscheidungsprozesse auf Leitungsebene. Regelmässige Koordinationssitzungen mit allen Arbeitsgruppenleitungen stellten den Austausch sicher. Die Erarbeitung der Ergebnisse erfolgte dabei in den Arbeitsgruppen, die Projektleitung verantwortete die Gesamtsteuerung, das Projektleitungsteam die Qualitätssicherung und die Koordination zwischen den Arbeitspaketen.
Ein besonderer Fokus lag auf dem Change Management. Eine Reform dieser Tragweite löst Unsicherheiten und Widerstände aus. In einem Change Management Konzept wurden die Gefässe für den Einbezug der verschiedenen Anspruchsgruppen definiert, was einen laufenden Austausch mit den Betroffenen ermöglichte.
Aus einem komplexen Vorhaben wurde ein getragenes Reformprojekt
Der Mehrwert der Zusammenarbeit zeigt sich vor allem daran, was im Projektverlauf gemeinsam erreicht wurde:
- Klare Richtung von Beginn an: Gemeinsam wurde die Struktur geschaffen, um ein Vorhaben dieser Grössenordnung in geordnete Bahnen zu lenken und voranzutreiben.
- Steuerbarkeit trotz Komplexität: Sieben Studiengänge mit unterschiedlichen Kulturen und Interessen wurden in einem koordinierten Prozess zusammengeführt, während die Beteiligten gleichzeitig ihr Tagesgeschäft weiterführen konnten.
- Professioneller Rahmen: Klare Projektorganisation, Auftragscanvas, Meilensteincontrolling und regelmässige Koordination gaben dem Projekt die Stabilität, die ein Vorhaben dieser Dimension braucht.
- Systematisches Change Management: Betroffene wurden zu Beteiligten. Bedenken und Widerstände wurden frühzeitig adressiert, Entscheidungen transparent herbeigeführt und extern abgestützt.
- Big Picture gesichert: Während die Arbeitsgruppen an den fachlichen Details arbeiteten, stellte die Projektleitung sicher, dass die Gesamtarchitektur stimmig blieb und die Zeitschiene eingehalten wurde.
Das Projekt befindet sich aktuell kurz vor der Phase Umsetzungsplanung. Die Einführung des neuen Studienmodells ist auf das Herbstsemester 2028 geplant.
Dr. Diyana Petrova, die Projektleiterin und Stv. Direktorin des Departements LSFM der ZHAW, sagt dazu:
“Berinfor hat unserem Reformprojekt die Struktur und den professionellen Rahmen gegeben, die ein Vorhaben dieser grossen Tragweite braucht. Besonders wertvoll war die Fähigkeit, neben der täglichen Projektarbeit die langfristige Planung im Blick zu behalten. Das gewählte Vorgehen und die Projektorganisation passten gut auf unsere individuelle Situation und erlaubten den Einbezug aller Beteiligten.“
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Marco Balocco
Partner
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